Hellsehen - Übungsgruppe 8: Zukunft vorhersagen? Formen und
Bewegungen
Über die Vorhersage der Zukunft
eines Menschen müssen zunächst grundlegende Missverständnisse
ausgeräumt werden. Zunächst müssen wir uns eingestehen, dass wir
noch zu tief an die Materie gefesselt sind, um uns völlig von
ihr lösen zu können. Dadurch treten Eintrübungen der Wahrnehmung
auf, die zu unbrauchbaren Ergebnissen führen.
Vergessen wir nicht unsere karmische Verknüpfung, die wir nicht
einfach abschütteln können. Die Freiheit des Denkens und
Handelns bürdet uns hohe Verantwortung auf. Wären wir
tatsächlich in der Lage, die Zukunft zu erkennen, müssten wir
den Verlust der Freiheit des Handelns einräumen. Sind wir also
fremdbestimmt? Keineswegs! Unsere Unfähigkeit des Erkennens
dieses scheinbaren Paradoxons bedeutet nicht, dass wir keine
Zukunft hätten, die definierbar wäre. Zeit und Raum sind
Hilfsphänomene in unserer Daseinsebene. Zukunft ist also nur auf
unserer Ebene sinnvoll. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
sind als Wahrnehmungshilfen auf höheren Ebenen nicht von
Bedeutung.
Was wir erkennen können sind astrale Bilder, die
Gegenwartszustände unserer Handlungen und Gedanken
widerspiegeln. Diese sind viel zu unzuverlässig und zu flüchtig,
auch viel zu abhängig von zu vielen Bedingungen, um Rückschlüsse
auf die Qualität der persönlichen Zukunft zu gestatten.
Verwechseln wir also Hellsehen nicht mit "Prophetie". Letztere
arbeitet in höheren Universen.
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Nach etwa vier Wochen
gestalten sich die bisher beobachteten hin- und
herhuschenden Funken, Flammengebilde, Schemen, Schatten,
Schleier usw. (in
Übungsgruppe 5
beschrieben) zu mehr und mehr fest umrissenen Formen und
Figuren, Bildern und Symbolen. Es handelt sich dabei
nicht um Halluzinationen.
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Nicht selten rollen Bilder
gleich einem Filmband vor uns ab, oft erstarren
Bewegungen zu einem Bild, das durch Räucherungen
verstärkt werden kann.
Je länger die Hellsehübungen fortgesetzt werden, desto
konkreter werden die Erscheinungen. Wer sich eine Zeit
lang von der Betriebsamkeit der Welt zurückzieht
(Fasten, Meditation, Vegetarismus, Enthaltsamkeit in den
Genüssen, längerer Aufenthalt in der Einsamkeit z. B.
der Berge), wird über seine Fortschritte erstaunt sein
und einen Eindruck erhalten vom Zusammenhang zwischen
Magie und "Befreiung von der Materie".
Hellsehen - Übungsgruppe 9:
Zeit und Raum als irdische Begriffe überwinden
Grundsätzlich ist es möglich, jedwedes Geschehnis - unabhängig
von Raum und Zeit - zu projizieren. Als ausgebildete Hellseher
sind wir in der Lage Vergangenes und Zukünftiges zu erkennen.
Eine Gleichschaltung mit dem allwissenden Geist, für den
Begriffe wie Raum und Zeit keine Bedeutung haben, ist dafür
unabdingbare Voraussetzung.
Um
"Aussendung und Manifestation der feinodischen Kräfte" und ihre
Einschaltung in die allwissenden, kosmischen Mächte zu erproben,
unterwerfen wir uns folgenden Exerzitien:
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Wir bereiten die Übungen
durch ein schriftliches Protokoll vor, das -
stichpunktartig gerafft - Einträge zu folgenden
Übungsvoraussetzungen beinhalten soll: gute Gesundheit,
heiteres Gemüt, gelassene Grundstimmung, das Übungsziel
fördernde (vegetarische) Ernährung, Verzicht auf
anregende Genussmittel, Übungen zur Abstrahlung und
Aufnahme von Od-Kraft, astrologische Konstellationen,
Vollmond oder Vollmondnähe.
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Nach Proberäucherung (doch
dies ist nicht jedermanns Geschmack) und Schaffung der
erforderlichen Bedingungen erfolgt folgende Zielsetzung:
"Die Fortschritte der letzten Übungen verraten mir,
dass ich mich vor einer entscheidenden Phase meiner
magischen Entwicklung befinde.
Die im Trancezustand geschauten Formen werden sich heute
verdichten und die gewünschten Bilder zeigen."
Der Übende wähle nun eine nicht zu weit
zurückliegende Begebenheit, die es zu reproduzieren gilt
oder einen bekannten Ort, um das gegenwärtige Geschehen
zu beobachten.
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Nach den ersten Augenblicken
der Konzentration auf den Punkt vor dem Kristall gleiten
wir in den schlafähnlichen Zustand, den wir durch kurze
Atemforcierung (siehe
Übungsgruppe "Trancevertiefung")
eventuell vertiefen. Bereits nach kurzer Zeit tauchen
die ersten nebelartigen Gebilde auf, huschen vorüber und
kristallisieren sich im Hellsehkristall.
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