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Folgende Übungen verfolgen den
Zweck, mit der forcierten Aktivierung des jeweiligen
Sinnesorgans (Auge, Gehör, Tastsinn, Geschmack, Geruch) die
korrespondierenden Übersinne zu wecken und zu entwickeln. Wir
denken bei diesen Übungen stets daran, dass zwischen den inneren
und äußeren Sinnen des Menschen eine Wechselwirkung besteht.
Zur Erinnerung:
Die magische Erzeugung materieller Dinge (scheinbar aus dem
Nichts heraus) hängt ab von der lebendigen Vorstellung. Und da
kein Ding auf Erden nur von den Augen wahrgenommen wird, sondern
gleichermaßen auch durch Gehör, Gefühl, usw. wahrnehmbar ist,
müssen auch alle Sinne entwickelt werden, um durch ihre
schöpferische Produktivität an der Erschaffung vorgestellter
Dinge (Materialisation) teilzuhaben.
Je mehr Sinne an der Umsetzung irdischer Kraft in magische
Od-Kraft beteiligt sind, umso gründlicher und schneller erfolgt
die Materialisation der Imaginationen.
1. Visuelle Imagination
a) Positive visuelle Imagination
Wir visualisieren einen
einfachen Gegenstand - ohne Vorlage! In unserem Beispiel
verwenden wir ein Dreieck mit der Spitze nach oben.
In bequemer Lage, Sitzhaltung oder Stellung und in
entspanntem Zustand ohne Erwartung einer Störung
verwenden wir die Autosuggestion: "Ich sehe ein
Dreieck."
Sollte sich nach einigen Versuchen kein Erfolg
einstellen, wird man zunächst einen höheren
Bewusstseinszustand anstreben, notfalls bis zur
"Gedankenstille"
vordringen, um das Dreieck
zu erzeugen.
Wenn wir einwandfrei - und sei es nur für einen
flüchtigen Augenblick - das Dreieck mit dem materiellen
Auge wahrgenommen haben, ist das Übungsziel erreicht.
b) Negative visuelle Imagination
Diese Übung ist das exakte
Gegenteil der vorhergehenden: Wir werden einen
Gegenstand, den unsere leiblichen Augen sehen, nicht
mehr wahrnehmen.
Zu diesem Zweck malen wir mit schwarzer Farbe einen
Punkt (1 cm Durchmesser) auf weißer Unterlage (ca. 10 X
10 cm) und hängen diese Vorlage in einem Abstand von
etwa 1,20 bis 1,50 m vor uns an die Wand.
Suggestion: "Ich sehe den Punkt nicht mehr!" Die
Suggestion wird einem Mantram ähnlich unaufhörlich,
monoton, bis zum Erfolg geflüstert, gehaucht oder
gedacht.
Wir starren den Punkt ohne Bewegung von Auge und Lid
unentwegt an, bis unser Ziel erreicht ist und sei es
auch nur für einen kurzen Augenblick.
2. Imagination des Gehörs
a) Positive akustische Imagination
Wir stellen uns vor, auf
einer Wiese zu liegen, ein Dorf liegt in der Nähe. In
Kürze wird der Kirchgang beginnen, werden die Glocken
einsetzen zu läuten.
Plötzlich ertönt der machtvolle Ton einer - oder je nach
Geschmack mehrer - Glocken. Ist uns diese Vorstellung
gelungen und können wir - wenn auch nur für einen
Augenblick - tatsächlich den Ton einer Glocke vernehmen,
ist das Übungsziel erreicht.
b) Negative akustische Suggestion
Genauso, wie wir den Ton
einer Glocke - oder eines anderen akustischen Phänomens
- zu erzeugen in der Lage sind, können wir den
tatsächlich hörbaren Ton ausschalten, nicht mehr
wahrnehmen.
3. Imagination des Gefühls
a) Positive Gefühls-Imagination
Wir wählen die Vorstellung,
in einer unserer Fingerspitzen oder in einem Fuß einen
kurzen, aber spürbaren Schmerz wahrzunehmen. Wir
unterstützen die Vorstellung durch die Suggestion: "Mein
Zeigefinger schmerzt ..."
b) Negative Gefühls-Imagination
Wer an Schmerzen leidet -
und irgendwann ist dies bei jedem von uns der Fall -
bemühe sich, diese Gelegenheit zu nutzen, um den Schmerz
durch die Kraft geistiger Vorstellung und Suggestion
auszulöschen.
4. Imagination des Geschmacks
a) Positive Geschmacks-Imagination
Der Übende konzentriere sich
auf einen Geschmack, der ausgeprägt ist und am besten
als angenehm empfunden wird. Wir realisieren den
Geschmack an mehreren Übungsabenden hintereinander, bis
der Eindruck jederzeit wiederholt werden kann. Mit
Unterstützung einer Suggestion: "Ich schmecke ..." wird
das Übungsziel alsbald erreicht sein.
b) Negative Geschmacks-Imagination
Wir nehmen von oben
erwähntem Geschmacksträger (Lebensmittel, Getränk ...)
eine Probe auf die Zunge und suggerieren: "Ich schmecke
nichts ..." Auch diese Übung wird an mehreren Tagen
hintereinander wiederholt.
5. Imagination des Geruchs
a)
Positive Geruchs-Imagination
Wir geben uns dem Duft
blühender Nelken- ,Rosen- oder Pfingstrosengärten hin
und unterstützen diese Wahrnehmung durch Suggestion:
"Ich rieche ..."
b)
Negative Geruchs-Imagination
Wir umgeben uns zunächst mit
einer realen Duftquelle, die von unserem Geruchssinn
deutlich wahrgenommen wird. Durch Vorstellung und
Suggestion befreien wir uns vom Eindruck des Duftes:
"Ich rieche nichts ..."
Die
vorstehenden Imaginations-Einheiten sind wichtiger, als man
zunächst glauben möchte. Von der einmal erworbenen Basis aus
sind die Entwicklungsmöglichkeiten nahezu unbeschränkt. Wer Od-
und Vorstellungskraft - und die äußeren und inneren Sinne -
stärker schulen will, wiederhole den Übungsplan mit anderen
Emissionsträgern.
Das Ziel der Trainingseinheiten ist erreicht, wenn innerhalb
kürzester Frist beliebige Sinneswahrnehmungen erzeugt oder
gelöscht werden können. |