Übung 5 - Ausdehnung der
Stille
Folgende Übung ist
besonders wichtig, denn der Übende wird ab einem bestimmten
Stadium seiner Entwicklung mit ihm feindlich gesinnten
Elementarkräften oder anderen destruktiven magischen Einflüssen
ausgesetzt sein. Diesen Begegnungen wird man kaum ausweichen
können. Der weniger Geübte wird erschrecken vor der Gewalt
dieser Erscheinungen. Nicht selten nimmt das Leben einen
unerwünschten Verlauf, besonders, wenn der angehende Magier das
erforderliche ethische Niveau noch nicht erreicht hat. Hier
hilft nur absolute innere Ruhe - Gedankenstille! Die
Neutralität, der
Stillstand der
Gedankendynamik
ist ohne Unterlass
zu üben.
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Wir stellen uns - in
Bewusstseinsstufe IV -
ein rotierendes Sonnenrad vor dunklem Hintergrund vor,
das nach und nach verblasst und erlischt. Die Dunkelheit
halten wir "fest". Sobald wir verspüren, dass die
Dunkelheit entgleiten will, erzeugen wir erneut das
wirbelnde Sonnenrad, vergrößern es und lassen es solange
rotieren, bis wir wieder neue Kräfte gewonnen haben.
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Nun wiederholt sich der
Vorgang, allerdings soll die Dauer der Dunkelheit mit
jedem Mal verlängert, die des rotierenden, leuchtenden
Kreises verringert werden.
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Dieses Wechselspiel
wiederholen wir einige Wochen lang. Notfalls üben wir
zwei- oder dreimal am Tage, jedoch nicht länger als
zusammen eine Stunde.
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Das Übungsziel ist erreicht,
wenn es uns gelingt, die Dunkelheit zehn Herzschläge
lang festzuhalten.
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Da die Kräfte weiter
gesteigert werden sollen, sollten wir diese Übung immer
wieder einmal durchführen.
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In einer fortgeschrittenen
Übungsphase lassen wir das rotierende Sonnenrad einfach
weg und beobachten die Reaktionen unseres Innern. Endet
der Zustand der Leere, übe man weiter. Lässt sich die
Leere aufrecht erhalten, überlasse man sich ihr
ungestört.
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